„Ihre Tochter hat keine Chance, sie wird nicht leben“ – das war die Aussage der behandelnden Ärzte, als bei Liah noch im Mutterleib, in der 35. Schwangerschaftswoche, eine massive Gehirnblutung festgestellt wurde. Liah wird per Kaiserschnitt geholt. Ein Sternenfotograf steht bereits vor der Tür, um Erinnerungen festzuhalten – Erinnerungen an ein kleines Leben, das unmöglich scheint. Der Kindersarg ist ausgesucht, die Eltern befinden sich im emotionalen Ausnahmezustand.
Dann kommt Liah zur Welt – und zeigt allen, dass sie überhaupt nicht daran denkt zu sterben.
Liah schreit. Liah atmet. Liah lebt. Und Liah kämpft. Vor ihr liegt dennoch ein langer und schwerer Weg. Die Blutung hat unwiderruflich eine Gehirnhälfte zerstört; die andere kann durch eine Notoperation kurz nach der Geburt gerettet werden.
Liah hat viele Baustellen, die sie ein Leben lang körperlich und geistig begleiten werden. Doch sie hat auch Löweneltern, die mit unermüdlichem Einsatz – und unter hohem finanziellem Druck – jede nur mögliche Therapie für ihre Tochter ermöglichen.